In diesem Beitrag geht es um die Kurzdefinition von der Digital Marketing Strategie.
Digital Marketing Strategie ist ein Teil der Corporate Strategie.

Es geht dabei weder um Ziele, Taktiken noch Planung. Im Fokus sind die Entscheidungen was zu tun ist und was nicht, ebenso welche Alleinstellungsmerkmale wir mit unserer Digital Marketing Strategie stärken müssen.

Beispiele von Läderach, Illy, Starbucks, JetztLehrstelle /Bouygues E&S usw. illustrieren, wie man diese Herausforderungen erfolgreich meistert.

Was Strategie nicht ist

Ein Content Marketing Plan ist keine Strategie (siehe John G. Singer MIT Sloan Management Review), auch wenn einige “Gurus” dies fälschlicherweise behaupten (SemRush). Der Content Plan reflektiert im Idealfall, mit welchen Inhalten wir es schaffen wollen, die Umsetzung der Digital Marketing Strategie zu realisieren.

Bei einer Strategie geht es darum, Entscheidungen zu treffen über das “Wer, was, wie”:

  • Wer ist unser ausgewählter Kunde,
  • was werden wir verkaufen und
  • wie werden wir dieses Wertversprechen liefern?
LinkedIn Guide: Return to Growth 2021 A marketer's guide to the year ahead
LinkedIn Guide: Return to Growth 2021, A marketer’s guide to the year ahead

2021 Guide 6 Taktiken für besseres Customer Engagement als Strategien von LinkedIn zeigt uns, wie wir mit Hilfe von Taktiken besseres Customer Engagement erreichen – eins der gesteckten Ziele.

Doch auch wenn LinkedIn uns weiss macht, dass der LinkedIn Guide (siehe oben) was mit Strategie zu tun hat, wissen es unsere Leser besser. Taktiken helfen vielleicht dabei, die Strategie umzusetzen, sie sind aber in sich selbst kein Teil der Strategie.

Was ist Digital Marketing Strategie?

Wichtige Strategiearbeit ist Entscheidungen darüber zu treffen, was man tun will und was nicht.

Wir definieren Digital Marketing Strategie hier mit weniger als 50 Worten nach dem KISS – Keep it short and simple – Prinzip:

Digital Marketing Strategie legt dar, welche Aktivitäten wir ausführen, welche nicht und mit welchen Alleinstellungsmerkmalen (Unique Selling Proposition – USP) wir uns differenzieren.

Wir entscheiden dabei ebenfalls, ob wir ähnliche Dienstleistungen oder Produkte auf unterschiedliche Art und Weise im Netz verkaufen und wie wir darüber kommunizieren.  

Urs E. Gattiker – drkpi PageTracker Team

Läderach – ein Schweizer Schokoladen Produzent – hat sich entschlossen, seine 38 Läden in den USA aus der Schweiz zu beliefern. Eine strategische Entscheidung war hier, auf die Kostenvorteile, die sich durch eine Produktion in den USA ergeben würden, zu verzichten. Dafür kann das Unternehmen die Bezeichnung “Made in Switzerland” nutzen, was bei Kunden gut ankommt (Branding, USPs, Tages-Anzeiger).

What I learned from Steve Jobs: Marketing boils down to providing unique value - best user experience 2 x 2 matrix price and value/user experience.
What I learned from Steve Jobs: Marketing boils down to providing unique value – best user experience 2 x 2 matrix price and value/user experience.

Strategische Entscheide beinhalten die Punkte, die vorgeben, was zu tun und was nicht zu tun ist. Ebenfalls können wir gleiche Aktivitäten auf unterschiedliche Art und Weise anbieten. Ein Beispiel ist Kaffee. In Italien besuchen Kunden die Kaffeebar nur kurz, um den Espresso von Illy im Stehen zu geniessen. In einem Starbucks soll der Kunde verweilen. Dabei gibt es auch Tische, die zum Arbeiten einladen.

Beispiel Digital Marketing Strategie

Die Digital Marketing Strategie legt beispielsweise fest, welche Zielgruppen wir über welche Kanäle erreichen möchten. Dabei entscheiden wir ebenfalls, welche Social Network Plattformen wir nicht bespielen werden.

Erstellen wir ein Bewegtbild / Video, gilt es zu entscheiden, welche Art von Video 13-15 jährige Schüler ansprechen könnte. Dabei erzielen klassische Image-Videos oft nicht die gewünschte Resonanz. Ziel ist es ja, dass mit der Ansicht von einem Video der Kunde / Schüler einen weiteren Schritt zur Entscheidung macht, zu kaufen oder in diesem Falle sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben.

Hier ein Beispiel von der Bouygues E&S InTec Schweiz AG – Website #JetztLehrstelle. Die Strategie war, auf der Webseite, Instagram, YouTube aber auch Twitter und Facebook primär Schülerinnen, aber auch Eltern und Lehrpersonen zu erreichen.

Digital Marketing Strategie Entscheide: Statt Image-Video eines mit Mehrwert für Zielgruppe – auf YouTube anstatt TikTok

Schlussfolgerungen

Schokolade in der Schweiz zu produzieren, hilft z.B. bei amerikanischen Kunden, mit dem “Made in Switzerland”-Label zu punkten. Dabei können wir uns beim Kunden Markenvorteile sichern. Will sich Läderach als Schweizer Schokoladenproduzent differenzieren, ist die Produktion in der Schweiz Pflichtprogramm.

Ob ich TikTok für meine Rekrutierungsvideos nutze oder es bei YouTube belasse, ist eine strategische Entscheidung. Die Entscheidung reflektiert meine Digital Marketing Strategie. Es zeigt, wo und für was ich Social Media zur Kommunikation nutze und wie ich die Organisationskultur und Markenwerte an zukünftige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kommuniziere.

PS. Der USP eines Produktes oder dessen Alleinstellungsmerkmale sind wichtig.
Steve Jobs war überzeugt, dass, wenn für den Kunden ein USP wie Schlagfestigkeit einer Uhr kein wichtiger Wert darstellt, dieser nicht bereit ist für dieses Alleinstellungsmerkmal zu bezahlen. Die Wichtigkeit eines USP’s unseres Produktes hängt davon ab, wie sehr der Kunde dieses Merkmal schätzt und möchte. Desto mehr er sich unseren USP in einem Produkt wünscht, desto eher ist er bereit, dafür einen höheren Preis für unser Produkt oder unsere Dienstleistung zu bezahlen.

Weitere Definitionen zum Thema Marketing und dem drkpi PageTracker sind in Bearbeitung:

  • Was ist Marketing Analytics?
  • Was ist Content Marketing Analytics?
  • Was ist Business Intelligence?
  • Was ist Digital Marketing Strategie? (Sie sind hier)
  • Was ist der Unterschied zwischen KPIs und Metrics?
  • Was ist Content Marketing ROI?
  • Was ist Farbenblindheit?
  • Was ist Zuverlässigkeit bei Daten?
  • Was ist Gültigkeit bei Daten?

Stay tuned oder noch besser, lassen Sie sich diese Dinge nicht entgehen, abonnieren Sie unseren Newsletter um diese Dinge automatisch zu erhalten. Sehen Sie bei Interesse das Archiv vom drkpi Newsletter ein.

Für welche Fachausdrücke hätten Sie gerne eine Kurzdefinition zur Hand?
Lassen Sie es uns unten in einem Kommentar wissen. Wir gehen gerne darauf ein.

10 Metriken zur Erfolgskontrolle von Newsletter-Inhalten
10 Metriken zur Erfolgskontrolle von Newsletter-Inhalten

PS. Öfters wird der Ausdruck Strategie missverstanden. So auch von John Boitnott auf Linkedin für Digital Public Relations. Seine Versuche die Sache zu definieren, scheiterte kläglich:

“Digital PR is an online marketing strategy that all types of businesses (B2B and B2C) use to enhance their online presence.” (Digitale PR ist eine Online-Marketing-Strategie, die alle Arten von Unternehmen (B2B und B2C) nutzen, um ihre Online-Präsenz zu verbessern.)

Im obigen Beispiel von John Boitnott wird eine Aktivität kurzum zur Strategie. Nicht hilfreich für Marketing Manager und Unternehmerinnen. Überprüfen Sie deshalb Ihre Digital Marketing Srategie noch heute, denn solche Fehler wie derjenige von John Boitnott kosten Geld und Marktanteile.

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In diesem Beitrag geht es um die Kurzdefinition von Marketing Analytics.
Ebenfalls wird darauf hingewiesen, das Analyse ein Teil von Analytics ist.
Interessant ist, das es vor knapp 40 Jahren diesen Ausdruck noch nicht gegeben hat.

Was ist Marketing Analytics?

Manchmal machen wir es uns vielleicht ein wenig zu einfach, wenn wir Marketing Analytics einfach als auf der Mathematik basierte Disziplin beschreiben (siehe Mailchimp). Besser wäre hier vielleicht wenn Mailchimp Marketing Analytics als Datenanalyse beschreiben würde. Die würde wenigstens qualitative wie auch quantitative Methoden umfassen wie auch parametrische und nicht-parametrische Statistiken.

Natürlich sind da auch die bekannten A/B Tests (z.B. eine Gruppe sieht Webseite A, die andere Webseite B – wir analysieren das Nutzverhalten) und auch Experimente Teil von Marketing Analytics.

Wir versuchen hier diesen Trends und Facetten von Marketing Analytics Rechnung zu tragen. In weniger als 50 Worten definieren wir Marketing Analytics. Nach dem KISS – Keep it short and simple – Prinzip:

Marketing Analytics oder Analytik umfasst das komplette Management von Marketing Daten.

Dazu gehört die Erfassung, Organisation und Speicherung von Daten. Werkzeuge und Techniken zur quantitativen und qualitativen Datenanalyse inklusive Statistiken werden genutzt. Die Auswertungen sollen helfen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und Fragen zu beantworten.

Urs E. Gattiker – #drkpiPageTracker Team

PS. In unserem Dictionary English – Deutsch – English (Cassells aus den 80 Jahren) findet man das Wort Analysis/Analyse, analytical/analytisch. Das Wort Analytics wird nicht aufgeführt! Die Zeiten ändern sich :-)

Was ist der Unterschied zwischen Marketing Analytics und Marketing Analysis?

Der Unterschied zwischen Data Analytics und Data Analysis – KISS

Schlussfolgerungen

Bald werden wir weitere Definition bringen zum Thema Marketing, Analytics und dem drkpi PageTracker wie z.B.:

  • Was ist Digital Marketing Analytics?
  • Was ist Content Marketing Analytics?
  • Was ist Business Intelligence?
  • Was ist Digital Marketing Strategie?
  • Was ist der Unterschied zwischen KPIs und Metrics?
  • Was ist Content Marketing ROI?
  • Was ist Farbenblindheit?
  • Was ist Marketing Analytics (sie sind hier)?
  • Was ist Digital Marketing Strategie?

Stay tuned oder noch besser, lassen Sie sich diese Dinge nicht entgehen,  abonnieren Sie unseren Newsletter um diese Dinge automatisch zu erhalten. Interessiert, schauen Sie ins Archiv vom drkpi Newsletter.

Für welche Fachausdrücke hätten Sie gerne eine Kurzdefinition zur Hand?
Lassen Sie es uns unten in einem Kommentar wissen. Wir antworten.

Was sind die durchschnittlichen Klick- und Leseraten für E-Mail Newsletters?

Content Marketing – einfach und klar?
Doch einfach gesagt aber was will unsere Zielgruppe?
Lohnt sich Content auf Instagram oder Tik Tok überhaupt? Habn wir vielleicht einfach die Schnauze voll?

E-Mail-Marketing-Metriken & KPIs, die Sie verfolgen sollten

Worum es geht: Sie finden hier 12 Top Newsletter-Metriken, unsere 4 Top Favoriten, die sie im Auge behalten sollten, die 2021 Trends im E-Mail Newsletter-Marketing und wie wichtig Benchmarks sind.

Übrigens, den ultimativen Newsletter-Metrics-Guide mit Best Practice-Tipps gibt weiter unten als pdf Datei zum Herunterladen.

Dies ist der DRITTE Beitrag in einer Serie von 5 Beiträgen zu den Trends im Online Marketing, Sales und Analytics sowie Cybersecurity und Datenschutz:

Sie erhalten die obigen Einträge mit den Trends und den dazugehörenden Downloads bequem via E-Mail über unseren Newsletter – einfach registrieren.

Die ersten Herausforderungen

Internet wird von vielleicht 25 % (z.B. Kosovo) bis zu mehr als 90% der Bevölkerung (z.B. Dänemark) genutzt (siehe Eurostat). Über 40 % der Empfänger überfliegen eine E-Mail in weniger als 8 Sekunden (Email Attention Spans Increasing, Litmus, 2017) und haben sich in dieser Zeit bereits ein Urteil über die Relevanz des Inhalts gebildet.

Ein B2C-Newsletter mit den Tages- oder Spezialangeboten spricht eine andere Zielgruppe an als ein B2B-Newsletter zum Thema Solarenergie.

Ihre ersten Gedanken sollten sich Ihrer Zielgruppe widmen. An wen, über was, wann am besten – wann liest meine Zielgruppe wahrscheinlich ihre E-Mails, auf welchem Gerät, welches Format ist ansprechned. Darauf gibt es genauso viele Antworten wie viel es Zielpublikums-Gruppen gibt.

Zeit der Postzustellung – Business Content

In der D-A-CH Region lesen die Abonnenten den Newsletter mit Bezug zu deren Arbeitsgebiet meist am Arbeitsplatz. Samstags und Sonntags werden kaum E-Mails gecheckt, Montags ist das Postfach zu voll (keine Zeit) und Freitags sind die Gedanken vielleicht schon woanders.
8-11 Uhr ist oft ein gutes Zeitfenster. Beispielsweise beim drkpi Newsletter funktioniert 8:45 Uhr sehr gut. Die Wahrscheinlichkeit, dass die neue E-Mail innerhalb von 60 Minuten angeschaut wird, ist hoch.
Fakt: 21% von versendeten E-Mails werden innerhalb von 60 Minuten nach deren Erhalt vom Empfänger geöffnet.

Wann ist die beste Zeit um Newsletter zu versenden: Freitag um 8 Uhr?
Wann ist die beste Zeit zum Versenden Ihres Newsletters? Es kommt drauf an…

Die besten Öffnungsraten in der D-A-CH Region werden Freitags um 8 Uhr erreicht. Doch aufgepasst, Hobbies eher Sonntags.

Wichtig ist auch zu bedenken, dass die verschiedenen Anbieter nicht die gleichen Daten liefern. Zum Beispiel sind die Öffnungsraten, welche Litmus publiziert (siehe Grafik unten) viel kleiner als diejenigen von Get Response.

Entscheidend ist, dass bei beiden die Kennzahlen darauf hinweisen, dass 8 Uhr – 9 Uhr morgens eine gute Zeit ist, den Newsletter zu versenden.

DE Öffnungsraten für eMail Newsletters 2020 - Litmus
Deutschland’s Öffnungsraten und -Zeiten für E-Mail Newsletter 2020 – Litmus

Ob Daten von Adobe, Salesforce, GetResponse, Litmus usw., sie vermitteln uns je nach Land einen Trend. In der D-A-CH Region werden Geschäftsmails über das Wochenende eher selten geöffnet, im Gegensatz z.B. zu Korea oder Kanada/USA.

Ob 8:30 Uhr oder aber 15:45 Uhr am Mittwoch oder Donnerstag für Sie gute Zeiten sind, sollten Sie ganz einfach ausprobieren.

Aufmerksamkeit

Die grösste Herausforderung im E-Mail-Marketing ist der Wettbewerb um Aufmerksamkeit im Posteingang. Betreffzeile und Vorschautext sind deshalb sehr wichtig.

Attraktivität

Locken Sie so viele Leser wie möglich zum Öffnen des Newsletters (E-Mail anklicken) und machen Sie dessen Studium attraktiv (d.h. übersichtlich, visuell ansprechend).

Mehrwert

Bieten Sie den Lesern Mehrwert. Dieser sorgt dafür, dass die Leser den Newsletter weiterhin wollen und die beinhalteten URLs anklicken.

2021 Trend 2: 10 top Newsletter Metrics
2021 Schlüssel zum Erfolg: Wählen Sie die für sie relevanten Kennzahlen und verfolgen Sie den Trend über das Jahr hinweg.

Besten Newsletter-Metriken für die Erfolgskontrolle

Wir stellen Ihnen unten die besten Metriken und KPIs für E-Mail Newsletter vor. Für die 3 bekanntesten haben wir gleich eine Tabelle mit Vergleichszahlen zusammen gestellt.

E-Mail Provider /Kennzahl ErstellerOpen-Rate
(OR)
Click-Through-
Rate
(CTR)
Click-to-Open-
Rate
(CTOR)
Mailchimp (2019)15.68 % E-Commerce
21.77 % Construction
2.01% E-Commerce
2.26 % Construction
12.81% E-Commerce
10.38% Construction
Get Response (2019)26.84% Europe4.35 % Europe16.22% Europe
SuperOffice (2020)29 % CH
16 % Benelux
18 % CH
20 % Benelux
Linchpin (2020)15.66 % E-Commerce
21.01 % Construction
2.07 % E-Commerce
2.03 % Construction

drkpi (2020)27 – 39 %3.0% – 6.9%ca. 9 – 14.27 %
Je nach Mailservice-Anbieter werden ganz unterschiedliche Kennzahlen rapportiert

Quelle: Anbieter und drkpi® Berechnungen. Die Daten werden nicht anhand der einzelnen Länder aufgeschlüsselt. Oft sind die Definition der Benchmarks nicht genau dieselben.

Open Rate / Öffnungsrate

Öffnungsrate oder Open Rate ist der Prozentsatz der einzelnen Öffnungen im Vergleich zur Gesamtzahl der an Ihre Mailingliste zugestellten Nachrichten. Die Open Rates geben Aufschluss darüber, wie gut unsere Betreffzeile und Vorschautext das Interesse beim Leser wecken.

3 Dinge sind wichtig, um die Öffnungsrate möglichst hoch zu halten:

  • E-Mail-Betreffzeile: Eine kurze und knackige Betreffzeile sagt dem Empfänger, was er im Inhalt erwarten kann.
    Eine niedrige Öffnungsrate (Open Rate) kann bedeuten, dass Ihre Betreffzeilen zu allgemein gehalten sind und in den überfüllten Posteingängen Ihrer Kontakte nicht hervorstechen.
  • E-Mail-Vorschautext: Ist eine Handvoll Wörter, die dem Empfänger mehr darüber verraten, was in der E-Mail enthalten ist.
  • Reputation des Senders: Abonnenten erwarten E-Mails von Ihrem Unternehmen. Solange Absendername und die Domain den Namen Ihres Unternehmens anzeigen, wie z.B. XYZ@drkpi.com, ist dies in Ordnung.

Click-Through Rate / Klickrate

Click-Through-Rate (CTR): die Anzahl der Personen, die auf den Link Ihrer Nachricht geklickt haben, gemessen an der Gesamtzahl der E-Mails. Die Klickrate zeigt uns, inwiefern die Inhalte im Newsletter das Interesse unserer Leser für mehr Informationen weckt

Open rate - click rate - industry average: Newsletter Kampagnen von drkpi®
Open rate – Durchschnitt in der Referenzgruppe = 10%. drkpi® hat 28-40 % Open Rate für Newsletter-Kampagnen

Click-to-Open Rate (CTOR)

Open-Rate wie auch die Click-Through-Rate sind wichtig. Aber wir dürfen eine Schlüsselkennzahl, welche die Gesamteffektivität einer E-Mail-Kampagne messen soll, nicht vergessen: Die Click-to-Open Rate.

Click-to-Open-Rate (CTOR) ist der Prozentsatz der Abonnenten, die auf etwas in der E-Mail geklickt haben, im Verhältnis zur Anzahl der geöffneten E-Mails. Mit anderen Worten: Wie viele der Abonnenten, die die E-Mail öffneten, haben tatsächlich etwas in der E-Mail angeklickt? Wenn 400 Personen eine Email erhalten und 120 öffnen diese (30% Open-Rate), wovon dann 10 Personen was klicken ist die CTOR = 12%

PS. Nich alle E-Mail-Service Anbieter definieren und kalkulieren die Dinge gleich! Wir haben dies aber in der Tabelle oben berücksichtigt.

Weitere Newsletter-Kennzahlen

Hier ein paar weitere Kennzahlen mit Erklärungen, welche von Interesse sind und berücksichtigt werden sollten.

Conversion Rate

Konversionsrate misst, wie viele Personen auf einen Link (z.B. call-to-action) geklickt und dann eine bestimmte Aktion ausgeführt haben.

Ein Beispiel ist, wenn Sie einen Link in Ihre E-Mail einfügen, über den Ihre Abonnenten an einem Verkauf am Black Friday teilnehmen können. Die Conversion Rate sagt Ihnen dann, wie viel Prozent der Personen, die auf den Link geklickt haben, einen Kauf getätigt haben.

Tipp: Diese Kennzahl ist hauptsächlich im B2C-Bereich relevant, insbesodere im E-Commerce-Bereich oder bei Mailings wie Tagesangeboten oder Ausverkauf-Aktionen. Im B2B jedoch spielt diese Kennzahl kaum eine Rolle.

Unsubscribes

Die Anzahl der Abbestellungen misst, wie viele Personen sich abgemeldet haben. Diese E-Mail-Metrik finden Sie normalerweise in Ihrem Haupt-Dashboard oder in Ihrem Metrik-Dashboard.

Es ist ganz normal, dass Leute sich aus Ihrer Mailingliste austragen. Interessen der Abonnenten ändern sich. Unsere Erfahrung zeigt, dass dies oft im Sommer geschieht. Wenn sie dann den Newsletter verschicken, haben einige Leser während der Sommerferien mehr Zeit und lesen den Newsletter genau. Dann kann es passieren, dass sie sich aus der Liste austragen. Doch lieber weniger Abonnenten, dafür solche, welche den Newsletter auch wollen, lesen und die URLs anklicken.

Bounce Rate / Absprungrate

Die Absprungrate misst, wie viele E-Mails nicht geliefert werden konnten. Soft Bounces verfolgen temporäre Probleme mit E-Mail-Adressen. Beispielsweise kann die E-Mail gerade wegen Server Problemen nicht zugestellt werden.
Hard Bounces zeigen permanente Probleme mit E-Mail-Adressen, z.B. existiert die E-Mail-Adresse nicht mehr, weil der Arbeitnehmer das Unternehmen verlassen hat.

10 Metriken zur Erfolgskontrolle von Newsletter-Inhalten
12 Metriken zur Erfolgskontrolle von Newsletter-Inhalten

List Growth Rate

Mit dieser Metrik können sie die Wachstumsrate Ihrer Liste verfolgen.

Sie können dies berechnen, indem Sie die Anzahl der neuen Abonnenten abzüglich der Anzahl der Abbestellungen nehmen, diese dann durch die Gesamtzahl der E-Mail-Adressen auf Ihrer Liste dividieren und dann mit 100 multiplizieren.

Was ist das beliebteste Gerät zum Lesen von E-Mails?

Auch diese Information ist von Interesse, denn Smartphone Leser klicken weniger oft auf URLs. Ebenfalls lesen diese Nutzer den Newsletter weniger genau, sie bevorzugen das Überfliegen von Inhalten. Dabei sind Überschriften und Schlagwörter wichtig. Damit erhält der Smartphone-Leser Informationen, die sein Interesse sofort wecken – oder nicht.

OrganisationSmartphone
Mobile
Laptop und
Desktop
TabletWebmail
Umfrage mit Konsumenten (Fluent)81 %10 %8 %
Adestra 201961.9 %9.8 %28.3 %
Litmus 201942 %18 %40 %
Wenn der Newsletter primär an Arbeitsadressen geht, ist es durchaus möglich, dass nur ca. 30% der Empfänger die E-Mail auf dem Handy lesen

In der obigen Tabelle zeigt die Webmail (siehe hier) Kolumne die Prozentzahl der Leser, welche deren Email auf dem PC in einem Browser (z.B. Firefox, Vivaldi) lesen. Das kann z.B. Gmail, Outlook oder Protonmail sein. Tun sie dies mit Hilfe einer App auf dem Handy, wird der Nutzer der Kategorie Smartphone/Mobile zugerechnet (siehe obigen Tabelle).

Top Newsletter Metrics Nr. 12: Öffnungen von Zielgruppen

Nachdem Sie diese beiden Metriken

  • Zustellbarkeit und
  • Öffnungsraten

ermittelt haben, ist auch von Interesse, von wem ein Newsletter geöffnet wird:

  • Anzahl Öffnungen von Kunden: Wer von unseren Kunden schaut öfters rein? Das System zeigt z.B. für Frau Müller 3 oder mehr Openings. Das bedeutet, sie hat die Inhalte genauer studiert.
  • Anzahl Öffnungen von möglichen Kunden: Gibt es Leute, welche die Inhalte mehrmals anschauen und sich vielleicht für eines der Produkte interessieren? (Um diese zwei Gruppen voneinander zu unterscheiden, haben Sie vielleicht zwei oder mehrere Mailinglisten).
Was sind die durchschnittlichen Klick- und Leseraten für E-Mail Newsletters?
Was sind die durchschnittlichen Klick- und Leseraten für E-Mail-Newsletter?

Schlussfolgerungen

Facebook, Instagram und Twitter haben eine Engagementrate von nicht einmal 0,6 %. Das bedeutet, dass Ihr Post oder Update normalerweise im Rauschen des Blätterwaldes völlig untergeht.

Auch bei LinkedIn oder Xing mag man wohl viele Views/Ansichten haben. Doch ob die Person sich langfristig daran erinnert oder ob dies die Bekannheit der Marke stärkt, darf hinterfragt werden. Wir haben dies im Beitrag LinkedIn ROI – lohnt es sich? analysiert.

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Öffnungsrate von E-Mails liegt bei 22,86 %. Die durchschnittliche Klickrate liegt bei 3,71 %. Raten von über 4 % sollten das Ziel sein. Lassen Sie sich aber nicht entmutigen: Da sind auch öffentliche Stellen und Non-Governmental Organisation (NGO) dabei, welche mit deren hohen Durchschnitten die Mittelwerte stark nach oben drücken.

Egal, in welchem Fachgebiet Sie sind, diese 3 Faktoren sollten Sie berücksichtigen:

  • Thema: Freizeit, Hobbies (z.B. Games, Mode und Sport) oder Arbeit (z.B. Recruiting, Marketing, Technologie)
  • Zielgruppe: Geschäftsleute, Firmen oder Privatpersonen
  • Mehrwert: Welche Inhalte sind für meine Leser interessant und bieten Mehrwert

Unsere Top 4 Metriken für Newsletter-Marketing

Unsere 12 Newsletter-Metriken können Sie zur Erfolgskontrolle einsetzen. Doch wir empfehlen Ihnen, sich auf diese 4 Top-Metriken unten zu fokussieren:

  1. Open Rate: Wenn die Empfänger die Newsletter im E-Mail-Postfach nicht anschauen, lassen Sie sich von unserer Expertise, Qualität oder tollem Produkt nicht beeinflussen.
  2. Click-Through Rate: Wieviele Leute, d.h. Prozentzahl, haben auf einen URL geklickt.
  3. Schreibweise: Prozentzahl der kurzen Sätze mit weniger als 16 Worten und Paragraphen mit 1 oder maximal 3 Sätzen sind eine weitere wichtige Kennzahl.
    Diese Kennzahl zeigt auf, wie leicht wir es dem Handy-Leser machen (müssen), die Beiträge zu überfliegen. Lange Sätze und Paragraphen sind bei Handy-Lesern sehr unbeliebt (Daten von PageTracker.drkpi.com).
  4. Informelles (konstruktives) Feedback: Wenn (potentielle) Kunden Feedback offerieren, ist das Gold wert. Beispielsweise, ein Kunde rief uns diese Woche an und sagte nebenbei, er hätte 2 Checklisten herunter geladen, die wir im Dezember-Newsletter angeboten hätten. Danach mit seinem Team geteilt.
    Solches Feedback wie auch Vorschläge für Verbesserungen von Lesern kommen nicht sehr oft. Sie sind aber meist ein sehr verlässlicher Indikator, welche Inhalte Leser schätzen und wo Verbesserungen ratsam sind.

Ultimativen Newsletter-Metrics-Guide mit Best Practice-Tipps als 👉 #drkpiCheck pdf Download (hier anklicken 👈

Zusätzlich lohnt es sich immer, diese Kennzahlen mit Benchmarks (z.B. im gleichen Land, mit Firmen in einer ähnlichen Branche usw.) zu vergleichen. Auch qualitatives Feedback von (möglichen) Kunden oder auch Freunden, die einen Newsletter wertvoll fanden, hilft.

Ein paar Zahlen zum Schluss

Daten aus dem Litmus 2020 State of Email Engagement zeigen:

  • 3.8 Std. – 9 Std. werden verwendet, um den Newsletter zusammen zu stellen (d.h. Fotos einfügen, Text formulieren, usw.).
  • 2.6 Std. werden im Schnitt benötigt, um die Analytics und Metrics nach dem Versand zu studieren.
  • 57% versenden den Newsletter mit Test-E-Mails bevor dieser dann an die Liste der Abonnenten verschickt wird.
  • 1 von 277 geöffneten Newsletters wird weiter geleitet, das sind 0.36%.

Eine Bitte haben wir

  • Welche 1-3 Faktoren sind die wichtigsten Kennzahlen oder Metriken, welche Sie für Ihren Newsletter nutzen?
  • Welche Taktiken haben sich bewährt?
  • Welchen Newsletter möchten Sie in Ihrer eigenen Inbox nicht missen. Warum schätzen Sie diesen Newsletter? URL erwünscht!

Wie hoch sind die Lieferkosten im Online-Shopping?
Warum und wie spielen Kosten und Komfort eine Rolle für Kunden und Anbieter?
Hat die Lebensmittellieferung via Internet-Bestellung nach der Corona-Pandemie noch eine Zukunft?

Dieser Beitrag fokussiert im Folgenden die oben genannten Themen und Trends mit Beispielen von Carrefour, Coop, Migros, Rewe, Target und Walmart.

Dies ist der ZWEITE Beitrag in einer Serie von 5 Beiträgen zu den Trends im Online Marketing, Sales und Analytics sowie Cybersecurity und Datenschutz:

Sie erhalten die obigen Einträge mit den Trends bequem via E-Mail über unseren Newsletter – einfach registrieren.

Online-Shopping: COVID-19 Auswirkungen

Das Online-Einkaufen ist sehr populär geworden. Bis jetzt hat dies auch sehr gut geklappt. Während der Coronakrise sind die Bestellungen jedoch über das Internet für tägliche Lebensmittel rasant gestiegen. Das hat zur Folge, dass einige Grossverteiler wie z.B. Migros oder Coop in der Schweiz der Nachfrage fast nicht nachkommen konnten. Dies hat sich zum Beispiel an mangelnden Liefertermienen für Kunden gezeigt, welche bis zu 7 Tage auf ihre Bestellungen warten mussten. Man wartet also mehrere Tage, bis die Milch oder der Getränkekasten nach Hause geliefert wird. Doch solche Engpässe sind während einer Krisensituation verständlich und werden in ein paar Monaten hoffentlich Geschichte sein.

Hintergrund und Geschichte

Direkte Bestellungen beim Lebensmittelhändler oder dem Laden eines Grossanbieters inklusive Lieferung nach Hause gibt es schon seit einigen Jahren. Hier eine Auswahl von wichtigen Eckpfeilern dieser Entwicklung.

  • 1985: Bestellung konnten morgens über das Telefon bei Safeway im Silicon Valley z.B. in Palo Alto getätigt werden. Möglich war die Lieferung für US$ 10 (US$ 5 für Rentner) am späten Nachmittag oder Abend an die Haustüre.
  • 1998: LeShop.ch, gegründet im Oktober 1997, als erster digitaler Supermarkt – Start-up – der Schweiz ging online. Im April 2006 wurde LeShop ein Teil von Migros und konnte dank dessen auch mit tiefen Erträgen überleben – Langzeitinvestition für Migros.
  • 1998: Der Hauslieferdienst Webvan wurde in San Francisco gegründet als ein Teil der “dot-com” Blase, ein Lebensmittelgeschäft mit eigenen Lieferwagen. 2001 musste dieser nach 3 Jahren Betrieb Konkurs anmeldete. Bestellte Produkte wurden noch am selben Tag nach Wahl des Kunden innerhalb eines 30-Minuten-Fensters nach Hause geliefert, seiner Zeit voraus!
  • 2018: In den USA entdeckten “Brick-and-Mortar” Verteiler wie WalMart oder Target die Möglichkeit, dass der Kunde seine Online Bestellung direkt beim lokalen Shop abholt.
  • 2018-04: Migros – Besitzer von LeShop – bringt die Social-Shopping-App Amigos raus. Diese Plattform nutzt die Idee der Gig Economy, d.h. Kunde und Lieferant finden über die Plattform zusammen (ähnlich wie bei Uber). Die Idee dahinter war Nachbarschaftshilfe, d.h. kostenlose Lieferung durch Freiwillige.
  • 2019-12-10: Migros stellte die Amigos Plattform ein, da sich diese immer mehr zu einer klassischen Plattform entwickelte, d.h. der Kunde bezahlt den Lieferant. Es gab bereits Apps, welche Bestellungen via Anruf aufnahmen und den Lieferanten als Partner von Migros vermittelten (siehe SmartLife von der Helvetia – Krankenkasse und Swisscom – Telekommunikation).
  • 2020-04: Die Coronakrise machte es möglich – die eingestellte Amigo Plattform ist zurück, siehe www.amigos.ch. Dieses Mal jedoch wieder primär als Dienstleistung und Nachbarschaftshilfe mit kostenloser Lieferung für Risikogruppen bezüglich COVID-19.
  • Die ­Amigos-Lieferanten stehen in keinem Arbeitsverhältnis mit dem Detailhändler oder der SmartLifeCare Vermittlung. Sie sind daher nicht versichert, wenn es zu einem Unfall auf dem Weg zum Kunden kommt. Die Kosten und Versicherung für Risiken wie eines Unfalls hat Migros immer noch ausgelagert.

PS. 2020 Entschied ein Gericht in Kalifornien, dass Deliveroo oder Uber-Fahrer wie Mitarbeiter behandelt und deren Sozialabgaben bezahlt werden müssen. Dieser Gerichtsentscheid wurde in Kalifornien mit der Annahme der Proposition 22 am 2020-11-03 ausgehebelt (siehe hier). Somit gelten diese Gig-Workers weiterhin als freie Mitarbeiter und müssen für ihre Altersvorsorge und Sozialabgaben weiterhin selber aufkommen. Im Gegensatz zu Australien, UK und der Schweiz, hier müssen Uber Sozialversicherungsbeiträge bezahlen, da Fahrer nach Arbeitsrecht nicht als Selbständige eingestuft werden.

Lieferkosten im Online-Shopping: Wegen Coronakrise lässt Migros die AMIGOS Plattform wieder auferstehen.
Lieferkosten im Online-Shopping: Wegen der Coronakrise lässt Migros die AMIGOS Plattform wieder auferstehen.

Online-Shopping: Fakten und Trends für 2021

Heute wird im US-Einzelhandel jeder zehnte Umsatz-Dollar online erarbeitet, Tendenz steigend. Einige Leute wagen die Prognose, dass dieser Anteil sich in den nächsten Jahren verdoppeln wird. Bis 2023 wollen US Detaillisten ein Wachstum von 65% im E-Commerce Bereich erarbeiten, d.h. ca 1,000 Mrd. US$ werden voraussichtlich online verkauft.

US-Verbraucher werden in diesem Jahr 190,47 Mrd. Dollar für Weihnachtseinkäufe (Nov/Dez) im E-Commerce ausgeben. Dies entspricht einem Anstieg von 35,8% und einem Umsatzzuwachs von 50 Mrd. Dollar gegenüber 2019 (siehe hier).

In Spanien sagen die Prognosen, dass bis 2025 der Anteil vom Online Handel 20% sein wird. Das hiesse, von den landesweit 700’000 Läden müssten wohl bis 120’000 Läden schliessen.

Wenn man den Kennzahlen des Einzelhändlers Target (USA) – dargestellt von John Mulligan (Vorstand für operative Angelegenheiten) – glaubt, können sich die Kostenersparnisse dank Pick-Up beim Händler für Migros oder Rewe sehen lassen. Unten ein paar Anhaltspunkte gemäss Berechnungen und veröffentlichten Zahlen von Target:

  • 100% Lieferkosten, wenn der Kunde im Migros E-Shop bestellt und zu Hause beliefert wird, dies geschieht meist von einem vorgelagerten Distributionszentrum aus,
  • 60% (Kostenersparnis 40%) wenn die Filiale die Ware liefert – oder Gig Economy Mitarbeiter z.B. der Plattform AMIGO (siehe oben),
  • 10% (Kostenersparnis 90%) wenn die Ware in der nächsten Migros oder Rewe-Filiale für den Kunden zur Abholung bereitgestellt wird.
Lieferkosten im Online-Shopping: Wer ist schneller und macht das ein Unterschied?
Lieferkosten im Online-Shopping: Wer ist schneller, macht das einen Unterschied?

3 Kundensegmente für die D-A-CH Region

Ein Kunde, der Komfort und Leistung sucht, bevorzugt vielleicht in der Stadt die bezahlte Lieferung. Das zweite Kundensegment für Online-Shopping sind primär Kunden in ländlichen Gegenden. Für Sie bietet das Online-Sortiment ein breites Angebot von Möglichkeiten, welche lokal oft nicht vorhanden sind.

Die dritte Gruppe ist preisbewusst, hätte aber gerne den Komfort bezüglich Zeitgewinnung. Die Lieferkosten für Online-Shopping werden vermieden, indem die bestellte Ware im Laden vom Kunden abgeholt wird. Der Minimumbetrag für die Bestellung fällt meistens weg. Hier kann der Händler oder Grossverteiler auch Zusatzservices mit höheren Gewinnmargen anbieten. Beispiele sind nach Wunsch zusammengestellte Zutaten, z.B. für das Abendessen, mit womöglich schon zubereiteten Beilagen wie Salaten.

Faktor/Trend 1: Komfort und Leistung

Ältere Kunden schätzen den Service aufgrund von eingeschränkter Mobilität, Millennials wegen des Komforts.

Im Abo: Keine Mindestlieferung, 1-3 Mal die Woche.

Zeit und Arbeit: Spart Zeit, dank geringem Aufpreis, kein Tragen der Ware nach Hause nötig.

Lieferkosten: Zu hohe Kosten schrecken Kunden ab, zu niedrige Liefergebühren machen es für Händler uneffizient.

Faktor/Trend 2: Verbesserung des Angebots

Leute in ländlichen Gebieten haben beim Einkaufen weniger Auswahl.

Breitgefächertes Angebot inklusive der Spezialangebote.

Urbanisierung: Kleine Gemeinden oder Weiler haben keinen Laden vor Ort.

Lieferkosten: Zu hohe Kosten schrecken Kunden ab, zu niedrige Liefergebühren machen es für Händler uneffizient.

Faktor/Trend 3: Preis und Komfort

Bestellung kann lokal oder im Lager zusammenstellt werden.

Schneller: Bestellung bis 11:30 Uhr oder noch später, Pick-Up ab 16 Uhr – inkl z.B. der Zutaten fürs Abendessen.

Umweltfreundlich: Kunden bringen eigene Taschen oder Behälter, d.h. es wird weniger Packmaterial benötigt.

Win-Win: Zeit-/Geldersparnis für Kunden, niedrige Lieferkosten für Händler.

Die obige Aufzählung zeigt, dass in der ersten Kolumne (Komfort und Leistung) die Kunden angetroffen werden, welche aus Zeitgründen oder wegen eingeschränkter Mobilität bereit sind, einen Aufpreis zu bezahlen, um diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.

In Regionen, die von der Landflucht betroffen sind, ist die Lieferung nach Hause für die Bewohner besonders attraktiv, da lokale Anbebote limitiert oder überhaupt nicht vorhanden sind.

Bosco Gurin, eine kleine Ortschaft im Tessin, ist mit seinem kleinen Coop Einkaufsladen die Ausnahme. Hier gibt der Kunde seine Spezialwünsche am Vortag auf. Die Filialleiterin holt die Ware mit einem Coop Lieferwagen im grossen Coop im Tal ab, inklusive Spezialwünsche wie z.B. Produkte von der Fleischtheke. In diesem Coop Lieferwagen werden auch die Waren für den Verkauf im Laden mittransportiert.

Das heisst, dass Spezialangebot, welches aus Umsatz- oder Platzgründen nicht im Laden geführt wird, kann ich trotzdem auf Wunsch beziehen. Spezialwünsche können innerhalb von 24 Stunden im Laden abgeholt und bezahlt werden. Einfach, unkompliziert und ohne Internet :-). Auf diesem Wege verbessert der kleinste Coop der Schweiz das Angebot und die Servicequalität für seine Kunden signifikant, gleichzeitig steigert er den eigenen Umsatz.

Lieferkosten im Online-Shopping: Migros offeriert es im Abo.
Lieferkosten im Online-Shopping: Migros offeriert die Lieferung im Abo.

Schlussfolgerungen und 2 Fragen für Sie

Das Modell Amigos war in dieser Form für die Schweiz sicherlich einzigartig. Ob es auch wegweisend war (wie einige Bloggers behaupten), kann aber bezweifelt werden. Die Umsetzung wurde mehrfach preisgekrönt und räumte alleine am Best of Swiss Web 6 Preise ab wie auch den Gesamtpreis Master of Swiss Web 2019. Beim Digital Commerce Award 2019 kamen weitere 3 Preise hinzu, unter anderem der 1. Platz im Jurypreis “Best Feature”.

Das zeigt jedoch, dass solche Awards oder Ranglisten die Gewinner selten nach nachvollziehbaren Kriterien auswählen. Auch bedeuten gewonnene Preise noch lange nicht, dass sich der kommerzielle Erfolg automatisch einstellt. Ob die Amigos-Plattform nach der Coronakrise weiter bestehen wird, darf bezweifelt werden. Nichtsdestotrotz, die Online-Shops der grossen Lebensmittelhändler und der Nischenanbieter – z.B. Lieferung mit Fahrradkurier – werden dank vorhandener Nachfrage Gewinne erzielen können.

Übrigens, auch in Spanien erfreut sich während der Coronakrise der Online Handel immer grösserer Beliebtheit. Doch vielen Kunden und Kundinnen fehlt der mündliche Austausch. Hier machten einige Tante-Emma-Läden aus der Not eine Tugend. Der Onlineshop wurde erstellt, doch fehlt die Bestellfunktion. Statt dessen ruft man die Telefonnummer des Ladens an und hält noch einen kleinen Schwatz mit der Ladenbesitzerin. Die Ware wird am nächsten Tag geliefert.

Jetzt ziehen in Spanien auch Detailhandelsketten nach, wie Carrefour oder Mediamarkt. Sie richteten Telefonnummern zur Bestellaufnahme ein. Der Schwatz zwischen Kunden und Verkaufspersonal am Telefon wird wohl nicht so persönlich sein, wie mit dem Tante-Emma-Ladenbesitzer um die Ecke.

Zum Schluss haben wir zwei Fragen, zu denen wir Ihre Antworten liebend gerne als Kommentare unten im Blog lesen möchten. Folgende:

  • Lieferkosten im Online-Shopping: Müssen sich Händler Gedanken machen, inwiefern sie die Lieferkosten wegen der Konkurrenz vielleicht niedriger halten sollten? Sind Kunden bereit für den Komfort einen Aufpreis für die Lieferung per Online-Shop zu bezahlen – speziell für Lebensmittel?
  • Marktpotential im Online-Handel für Lebensmittel: Haben Sie bereits Lebensmittel online gekauft? Waren Sie zufrieden mit der Lieferung oder kam eine Flut von Verpackungsmaterial nach Hause? Denken Sie, dass die hohe Nachfrage in der D-A-CH Region weiterhin bestehen bleibt, auch nach überstandener Coronakrise?

Weitere interessante, im Beitrag erwähnte Ressourcen zum Thema

In diesem Beitrag teilen wir mit Ihnen unsere Erfahrungen mit der CSX Credit Suisse Digital Bank App – speziell mit dem Registrierungsprozess.
Während des Pre-Launch waren wir eingeladen, den neuen Digitalbanking Service CSX der Credit Suisse zu testen.
Der offizielle Launch der Digitalbank CSX der Credit Suisse findet am Montag, den 26.10.2020 statt.

Update ganz unten: 2020-10-29 – CSX ‒ just a few more steps until your account is ready! (nur noch wenige Schritte bis Ihr Konto bereit ist) = Erinnerungsmail ABER App ist Offline!!

Dieser Beitrag beschreibt 3 Fakten:

  • Ein Produktlaunch, der nicht funktioniert, schadet der Brand und der Reputation des Unternehmens!
  • Organisation während des Pre- und Launch des Produktes ist das A & O für den Erfolg und
  • der CSX Credit Suisse Digital Bank Pre-Launch lehrt uns 3 Dinge.

Credit Suisse Online Bank

Seit Februar 2018 ist Zak von der Bank Cler (Basler Kantonalbank) digital unterwegs mit heute ca. 25,000 Kunden. Diese App funktioniert bestens und ist uns bekannt, ein Teammitglied nutzt diese noch heute. YAPEAL ist eine weitere Version aus der Schweiz, welche allerdings erst von Personen ab 18 Jahren genutzt werden kann. Bei Zak ist eine Nutzung ab einem Alter von 15 Jahren möglich, bei Credit Suisse ist es nicht klar ersichtlich.

Der Fintech YAPEAL muss mit seiner App jedoch Profit erwirtschaften. Dies ist in der YAPEAL Preisstruktur reflektiert, trotzdem ist das Paket sehr attraktiv und graphisch gut aufbereitet. YAPEAL ist die erste Online Bank in der Schweiz, die das Visa Debit Card Angebot beinhaltet. Usability oder Nutzerfreundlichkeit sind ebenfalls sehr gut umgesetzt. Das gilt übrigens auch für Zak! Virtuelle Konten können eingerichtet werden, um erfolgreicher zu sparen und sein Budget im Blick zu behalten.

Aus diesen Gründen sah sich die Credit Suisse vor über einem Jahr gezwungen, zur Tat zu schreiten. Eine Gruppe von Leuten – inkl. ein ehemaliges Mitglied der Zak Führung – wurde beauftragt, für Credit Suisse ein komplett digitales Bankangebot auf die Beine zu stellen. Am Montag, den 26. Oktober 2020 ist es dann soweit, der Startschuss für den offiziellen Launch der Online Bank CSX erfolgt.

Interessierte hatten schon vorher die Möglichkeit sich anzumelden. Diese Interessenten erhielten dann die Einladung kurz vor dem offiziellen Launch, die App herunter zu laden und das “Onboarding” durchzuführen (siehe E-Mail unten).

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Die Einladung oben im Bild erhielten wir am 23. Oktober per Mail von der CSX. Grund war, dass wir uns als Beta Tester auf einer Warteliste angemeldet hatten.

Durch das Anklicken des Links wird man zum Download der App weitergeleitet. Beim Registrieren sieht man die Screens wie unten aufgelistet von links nach rechts auf Englisch, Deutsch usw.

Die E-Mail verspricht auch:

… Das Konto wird nach Ihrer erfolgreichen Registrierung sofort aktiv sein und Sie können gleich “losbanken”…

E-Mail der Credit Suisse an Interessenten vom 23. Oktober 2020

Unten finden Sie die Informationen, welche auf der Webseite angezeigt werden, wenn man auf “Konto eröffnen” klickt.

CSX Credit Suisse Digital Bank: App runter laden z.B. Android, installieren.... onboarding klappt noch nicht #bigfail.
CSX Credit Suisse Digital Bank: App herunterladen z.B. Android, installieren… onboarding klappt noch nicht #bigfail.

Bis zum Punkt 2 oben im Screenshot klappt alles fehlerfrei. Doch dann kommt der nächste, ärgerliche Schritt und die App steigt aus.

Am 24. Oktober erhielten wir auf dem Android Phone die Message (obwohl frühmorgens), dass es zu viele Leute gab, die sich onboarden wollten. Wir sollten es doch bitte nochmals später versuchen. Wie wird dies wohl beim Launch am 26.10.2020 umgesetzt, wird die App dann zusammen brechen?

Am Samstag und Sonntag, den 25.10.2020 versuchten wir es erneut mit der Android App. Wir erhielten den Screenshot rechts unten, der uns nochmals informierte, dass die App aufgrund von Überlastung durch die zahlreichen Nutzer, welche sich registrieren wollen, nicht funktioniert. Die App hat einen Bug und dieser muss schnellstens korrigiert werden!

CSX Credit Suisse Digital Bank: So funktioniert das Angebot: #Bigfail - System ist überlastet am Samstag und Sonntag.
CSX Credit Suisse Digital Bank: So funktioniert das Angebot: #Bigfail – System ist überlastet am Samstag und Sonntag.

Übrigens, wie in der obigen E-Mail empfohlen, versuchten wir es schon Freitag morgens mit der Hoffnung, dass wenige Nutzer dasselbe Vorhaben planten. Leider ohne Erfolg, wir erhielten den Screenshot unten. Auch nach mehrmaligem Anklicken von “Continue” und mehreren Restarts klappte es nicht. Wir kamen an diesem Punkt nicht weiter.

Selbst der Kundendienst am Telefon konnte nicht weiter helfen.
Wie gut und belastbar ist eine App, welche schon beim kontrollierten Pre-Launch mit limitierter Anzahl an möglichen Nutzern die elementare Anmeldung nicht verkraftet? Den Screenshot unten zeigte uns übrigens die iPhone App der CSX am Freitag auf.

CSX Credit Suisse Digital Bank:  Onboarding mit iPhone und Android klappt nicht.
CSX Credit Suisse Digital Bank: Onboarding mit iPhone und Android klappt nicht.

Ob wir einen angenehmen Video-Identifikations-Anruf hatten (siehe Screenshot oben) können wir nicht beantworten. Wir wurden zu diesem Screen ohne Call geleitet und mehrmaliges Klicken auf Continue / Weiter führte uns nicht zum Ziel. Um bis zu diesem Punkt zu kommen, brauchten wir sicherlich um die 20 Minuten. Für nichts und wieder nichts.

CSX Credit Suisse Digital Bank: Organisation Kundenservice

Den Contact Button nutzen und anrufen ist hier die Devise. Der Anruf wurde auch schnell angenommen und wir dachten, eine Lösung innerhalb weniger Minuten zu finden. Doch weit gefehlt.

Wir verstehen Ihr Problem. Aber bei einem Pre-Launch müssen Sie verstehen, dass es passieren kann, dass die App noch nicht richtig funktioniert…

Leider können wir Ihnen nicht helfen. Das Beste ist, Sie besuchen eine Credit Suisse Filiale.

Kundenservice Mitarbeiter der Credit Suisse Service Hotline

Das obige Zitat zeigt, dass die Service Mitarbeiter anscheinend vor dem Pre-Launch nicht genau informiert oder geschult wurden. Wir versuchten mit 2 verschiedenen Mitarbeitern das Problem zu lösen und bekamen bei beiden Malen eine ähnliche Antwort. Für einen Mitarbeiter, der seinen Job gut machen will, ist dies sehr unbefriedigend. Beide hatten nicht die nötigen Informationen bekommen, um Kunden beim Pre-Launch wirklich helfen zu können.

Diese Erfahrung ist für den Kunden frustrierend und pure Zeitverschwendung. Dem Image der Bank hilft dies ebenfalls überhaupt nicht.

CSX Credit Suisse Digital Bank: Hilfe in der Filiale? Denkste

Somit blieb uns nur der Gang in die Filiale, wie vom Hotline Mitarbeiter vorgeschlagen, als letzte Option übrig. Doch zeigte sich die nächste Enttäuschung, denn in der Filiale Europaallee angekommen, hiess es:

Leider können wir Ihnen in Sachen CSX gar nicht helfen, da dies ein 100% digitales Angebot der Credit Suisse ist. Sie müssen verstehen, dass bei einem Pre-Launch vielleicht die Endapplikation noch nicht aufgeschaltet ist und diese Fehler passieren können.

Am besten rufen sie die Hotline an und bitten diese um Hilfe…

…Ach so, Sie haben dort schon angerufen und wurden an eine Filiale verwiesen. Das tut mir leid, dass Sie nun vergebens hierher gekommen sind. Ja, dann werden wir die Hotline Leute informieren, dass sie die Kunden nicht zu uns schicken sollten, welche mit der CSX Onboarding App Probleme haben. Wir können hierbei nicht helfen.

Es tut uns leid….

Credit Suisse Mitarbeiter in der Filale Europaalle, Zürich

CSX Credit Suisse Digital Bank: 3 Lektionen

Was lernen wir aus dem CSX Credit Suisse Digital Bank Pre-Launch? 3 Lektionen, die jeder Produkt-Launch-Verantwortliche berücksichtigen sollte, sind die Folgenden:

  • Usability / Nutzerfreundlichkeit gesichert: Für die Anmeldung nutzt die CSX die Credit Suisse App, d.h. sie kommt weder im neuen Kleid, pfiffigerem Branding noch besserer Nutzbarkeit daher als die eigene App der Credit Suisse. Dies, obwohl die Bank ein anderes Kundensegment ansprechen will, d.h. jünger, Technologie affin.
    Der digitale Assistent ist zudem ein Bot, der beim Anmeldeprozess standardisierte Erklärungen aufschaltet, aber keine Fragen beantworten kann.
  • Top Management testet Produkt: Hier sollte auch die Credit Suisse dem Mantra von Steve Jobs, dem verstorbenen Chef von Apple, folgen. Er wollte alle neuen Produkte schon vor und während der Beta Testphase selber auf Herz und Nieren testen.
    Credit-Suisse-Chef Thomas Gottstein will der Bank seinen Stempel aufdrücken. Die CSX ist eine Chance, die es ihm ermöglicht, dies zu tun. Doch ohne das Produkt selber auf Herz und Nieren zu testen, kann er sich wohl kaum einbringen. Somit kann er nicht zeigen, dass mit ihm eine mehr-Technologie-affine Management-Crew am Werk ist, welche nach dem Abgang von Tidjane Thiam die digitalen Möglichkeiten zum Vorteile der Bank und ihrer Kunden noch effektiver einsetzt.
  • Linke Hand weiss was rechte Hand tut: Wenn die Kunden Hotline nicht helfen kann, stimmt was nicht. Sie schickte uns in die Filiale um Hilfe zu bekommen. Doch in der neuen Filiale erfährt man nur vom netten Mitarbeiter, dass er nicht das Know-how besitzt um eine Lösung zu finden.
    Der Kunde hat Zeit verschwendet, die Bank präsentiert sich nicht als gut organisiert… da ist wohl was faul im Staate Dänemark. Bei diesem Kunden stellt sich dann die Frage, ob eine solche schlechte Organisation wohl auch Auswirkungen auf den Datenschutz und die Compliance hat?

PS: Das Ganze hat uns sicherlich mit dem Besuch der Filiale eingerechnet 3 Stunden gekostet und viel Ärger. Wie dies ein Unternehmen oder Brand beim Kunden wieder gutmachen kann, wäre hier natürlich interessant zu erfahren. Bin gespannt ob sich die Credit Suisse was einfallen lässt :-)

Bewertung der CSX Credit Suisse: Ungenügend

Wir versuchten es Sonntag morgens nochmal. Der Applikationsprozess im Vergleich zu Zak oder auch YAPEAL ist zeitaufwendig und je nachdem, welche Option man wählt, wird man aufgefordert einen Berater anzurufen. Von 100% digitalem Anmeldeprozess kann hier nicht gesprochen werden.

Nach mehreren Schritten wurden wir aufgefordert, anzugeben, wo das Geld ausserhalb der Schweiz herkomme obwohl wir diese Option in den vorherigen Schritten nie angeklickt hatten (z.B. Einnahmen ausserhalb der Schweiz aus Investments). Egal was versucht wurde, es funktionierte nicht. Das Ergebnis: Das Onboarding konnte nicht abgeschlossen werden und die Hotline konnte wieder nicht helfen.

Wenn schon das Onboarding im Test 12 Std. vor dem offiziellen Launch nicht funktioniert, wie der Screenshot unten zeigt, was passiert dann am Montag beim Launch? Ein Flop?

CSX Credit Suisse Digital Bank: Onboarding #bigfail - Obwohl ich nur Salär über Konto machen will, sagt es mir CSX Angebot ist nichts für mich. WARUM? Bug.
CSX Credit Suisse Digital Bank: Onboarding #bigfail – Obwohl ich nur Salär über das Konto abwickeln möchte, werde ich auf alternative Produkte verwiesen. WARUM? Bug.

Weitere Beiträge zu Credit Suisse auf drkpi:

Schlussfolgerungen

Unsere Erfahrung zeigen sehr gut auf, dass beim Launch eines neuen Produktes die Markenstärke eine Rolle spielt (Brand Strength = viele Leute wollen es ausprobieren). Nichtsdestotrotz gilt es, die Faktoren Markenstärke und Reputation bei einem Produkt-Launch Rechnung tragen zu lassen. Vor allem das jüngere Publikum hat mit dem ihr unbekannten Serviceangebot weder Geduld noch genügend Affinität. Die Toleranzgrenze für Fehler ist deshalb tief. Das gilt auch für den Pre-Launch!

Das Gute dabei ist, dass auch eine grosse Organisation mit vielen Ressourcen bei einem seit mehr als einem Jahr sehr sorgfältig vorbereiteten Produkt-Launch mit kleineren und grösseren Problemen zu kämpfen hat. Da schöpft ein Kleinstunternehmen wie CyTRAP Labs Hoffnung (siehe Screenshot unten). Wir müssen mit viel weniger Ressourcen sicherstellen, dass unsere Projekte, Aufträge und Tools einwandfrei funktionieren.

#drkpiPageTracker All-in-1 Integrierte Content- & SEO-Analytics-Plattform.
#drkpiPageTracker All-in-1 integrierte Content- & SEO-Analytics-Plattform.

Unsere Erfahrung mit dem Update und Re-Launch vom #drkpi PageTracker ist:

  • Usability ist kritisch: Funktioniert etwas beim Einsatz vom Kunden nicht, impliziert das viele negative Konsequenzen wie verärgerte Kunden, beschädigte Reputation und Image. Daher haben wir beispielsweise Monate aufgewendet, in der Vorbereitung und mithilfe von Tests die Dinge von Grund auf korrekt zu planen. Nichtsdestotrotz werden Fehler passieren, garantiert.
  • Beta und Pre-Launch = kritische Phase: Wegen Programmverbesserungen wurde dieser um Wochen verschoben. Mehrere Dinge stellten sich schon am Anfang als fehlerhaft raus, während unser Management und Freunde das neue #drkpiPageTracker Tool ausprobierten.
  • Voller Test mit Kunden ist Pflichtprogramm: Es ist sinnvoll, das voll funktionierende Produkt mit Personen aus unterschiedlichen Altersgruppen zu testen. Nicht im Beta, sondern während des Pre-Launchs für mindestes einen Monat mit allen Features. Das hätte CSX sicherlich die Probleme wie oben beschrieben erspart.

PS. Airbnb News: Ob Jonathan Ives (ehemaliger Design Chef von Apple) mit seiner Design Firma LoveFrom der Airbnb App ein besseres Design einhauchen kann, darf hinterfragt werden. Bei Airbnb wird Jonathan die Bemühungen zur Neugestaltung der App und der Website des Unternehmens leiten. Dies beinhaltet ebenfalls das auf Bewertungen basierende System, das hinter der Überprüfung der Gäste und Gastgeber steht. Wir sind gespannt!

Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema?

  • Welche Erfahrungen haben Sie bezüglich Beta Testing eines Produktes oder früher Nutzung machen können, lief alles reibungslos ab?
  • Haben Sie einen Vorschlag wie Credit Suisse oder drkpi solche Risiken für Fehler minimieren können?
  • Haben Sie Beispiele, bei denen die Produkt-Launchs Top oder ein Flop waren?

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar unten, den wir natürlich beantworten werden!

2020-10-29 Update: Bitte Anmeldeprozess fertig ausfüllen

Die unten aufgelistete Email haben wir heute erhalten. Doch die App ist nicht Online. Warum wurden dann die Onboarding Reminder E-Mails nicht ebenfalls ausgeschaltet?

Solche Dinge Sollten einer Grossbank nicht passieren, der Kunde lädt die App, und findet dann raus, alles ist offline…. Zeitverschwendung, schadet der Marke und dem Image der Bank!

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Die besten Hashtags sind weder die beliebtesten Hashtags noch die mit der grössten Reichweite. Jedoch sind sie perfekt für das Erreichen der für Sie optimalen Zielgruppen.

Blogger Statistics: Facts, numbers that matter

Wir haben wichtige Fakten über Corporate Blogging, die wir mit Ihnen teilen möchten. Diese zeigen, warum und wie Ihre Bemühungen zur Vermarktung von Inhalten Ihrem Unternehmen helfen. Sie können somit eine informierte Entscheidung treffen und Ihre Ergebnisse beieinflussen.

Nutzung US-Dienstleister – Schrems II Handlungsempfehlung: Cloud Act schwächt das Urteil - Datenschutz immer noch gefährdet.

Datenschutz spielt auch in der digitalen Kommunikation eine grosse Rolle. Man denkt sofort an Datenschutzerklärungen auf jeder Website, an das Formular für das Abonnieren der Newsletter, den Schutz der Kundendaten und Vieles mehr. Hier diskutieren wir einen ein wenig versteckten Zusammenhang: Die Nutzung von US-basierten Anbietern für online Services.

Mit der Entscheidung der Europäischen Kommission (2016/1250) vom 12. Juli 2016 über den sog. EU-U.S.-Privacy Shield wurde eine neue Grundlage für Datenübermittlungen von der EU in die USA gelegt. Sie ermöglichte europäischen Unternehmen Daten auch bei US-Dienstleistern zu hosten/bearbeiten zu können (z.B. in der Cloud) ohne Datenschutzrichtlinien zu verletzen.

Doch seit Juli 2020 ist das Privacy Shield nicht mehr gültig. Das hat Auswirkungen für Kunden von Adobe (z.B. Cloud, iStock), Amazon AWS, G-Suite (Google), Salesforce und SAP um nur einige Anbieter zu nennen.

Der “Schrems II” Fall wurde durch die Beschwerde des österreichischen Juristen und Datenschutzaktivisten Max Schrems ausgelöst. Hier weiter unten bieten wir Ihnen sogenannte “Schrems II” Handlungsempfehlungen für eine datenschutzkonforme Verarbeitung in den USA.

In einem Überblick vergleichen wir die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) (gültig seit Mai 2018 – FAQs von drkpi) mit dem California Consumer Protection Act (CCPA) (in Kraft seit Januar 2020), der für in Kalifornien ansässige Personen gilt. Er wurde dem DSGVO nachgebaut und hat in den USA als Vorbild andere Bundesstaaten beeinflusst:

  • Die DSGVO gilt für personenbezogene Daten der betroffenen Personen in der EU, während der
  • CCPA für personenbezogene Daten von Verbrauchern und Haushalten in Kalifornien gilt.

Stresstest für Marketingdaten und Datenschutz

Dank Digitalisierung sind Daten im Marketing ein Dauerthema. Aus diesem Grunde stellen wir Ihnen auch den drkpi® DSGVO Audit Light Ratgeber zur Verfügung.

Dass medizinische Daten akkurat und zeitnah genutzt werden müssen erleben wir aktuell bei den COVID-19 Tracing Apps, die in vielen Ländern eingesetzt werden. Die Tracking-Apps auf der ganzen Welt speichern Kontaktdaten von Personen, welche bis 2 Tage vor Krankheitsbeginn mit dem Infizierten Kontakt hatten. Im August 2020 fanden Forscher, dass Infizierte das Coronavirus bis zu 5 oder 6 Tage vor Ausbruch der Krankheit weitergeben können.

Somit gibt uns die App ein ungenaues Bild der Realität. Hinzu kommt, dass z.B. in der Schweiz viele die App wegen Bedenken zum Datenschutz nicht nutzen wollen.

Sind diese Bedenken berechtigt? Viele Menschen vergessen, dass Sie bei Nutzung anderer Apps viel mehr Daten preisgeben:

  • Wenn bei Google eingeloggt, sammelt Chrome Browser Daten.
    Alternative: Firefox, Brave, Vivio, usw.
    Trend: Third-Party-Cookies im Google Chrome Browser sind ab 2022 nicht mehr willkommen. Apple löscht im Safari Browser alle First-Party-Cookies nach 24 Stunden.
  • Websites zur Gesundheit teilen Daten mit Werbekunden – #DSGVO #CCPA Verletzungen: Symptome, die in den Symptom-Checker von WebMD eingegeben wurden, und die erhaltenen Diagnosen, einschliesslich der “Medikamentenüberdosierung”, wurden mit Facebook geteilt.
    Informationen zu Menstruations- und Ovulationszyklus vom BabyCentre wurden mit Amazon Marketing geteilt.
    Schlüsselwörter wie “Herzkrankheit” und “Abtreibung in Betracht ziehen” wurden von der British Heart Foundation, Bupa und Healthline sowie Scorecard Research und Blue Kai (im Besitz von Oracle) geteilt.
    Weiterführendes Lesematerial zum Thema: FT How top health websites are sharing sensitive data with advertisers, FT Best of Business Data health warning, 2019-11-16/17, p. 11 (nur für Abonnenten).

Vergleich DSGVO mit CCPA

Ein Grossteil der Anbieter von Software-as-a-Service (SaaS) und Cloud-Diensten haben ihren Sitz in den USA. Dort werden die Daten zum Teil auch verarbeitet oder von Europa via die USA nach Australien übermittelt. Beispiele sind Amazon AWS, G-Suite, Oracle, Salesforce, Mailchimp, Microsoft, Adobe, PayPal und andere.

Doch auch in den USA wird Datenschutz immer mehr ein Thema. Diese Tabelle vergleicht DSGVO mit dem CCPA. Beim genauen Lesen fällt auf, dass das CCPA sehr viele Ähnlichkeiten mit der EU Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat.

Start of projectEU DatenschutzGrundverordnung (DSGVO)California Consumer Protection Act (CCPA)
In Kraft seit:2018-05-252020-01-01
Was sind die Rechte des Konsumenten oder einer Privatperson?Nach Art. 15 Abs. 1 DSGVO haben betroffene Personen das Recht, von Verantwortlichen eine Auskunft darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden. Wenn ja, haben sie grundsätzlich ein Recht auf Bestimmung über diese Daten.AB 375 ermöglicht es jedem kalifornischen Verbraucher, die Einsicht in alle Informationen zu verlangen, die ein Unternehmen über ihn gespeichert hat. Ebenfalls hat er oder sie das Recht, die vollständige Liste aller Dritten einsehen zu dürfen, mit denen Daten ausgetauscht werden.
Das Gesetz gibt den Verbrauchern das Recht, alle Daten zu verlangen, die ein Unternehmen in den letzten 12 Monaten über sie gesammelt hat. 
Für wen gilt diese(s) Gesetz / Verordnung – territoriale Anwendung?Nach Art. 3 Abs. 2 DSGVO gilt
1. Für datenverarbeitenden Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union.
2. Schweizer Firmen welche in der EU wohnenden Personen Waren oder Dienstleistungen anbieten oder deren Verhalten beobachten.
Es müssen jedoch aktiv Kunden aus der EU geworben werden um unter das DSGVO zu fallen. Beispielsweise Zahlung in Euro möglich, Lieferbedingungen für EU Kunden sind aufgelistet, Webseite ist in einer EU Sprache, usw.
1. Alle Unternehmen, die an in Kalifornien lebende Konsumenten Leistungen anbieten und mindestens 25 Millionen Dollar Jahreseinnahmen haben.
2. Firmen welche Daten von mehr als 50.000 Personen haben (Vorsicht, mehr als 4.000 Besucher auf Ihrer Website pro Monat, und diese Sache wird relevant).
3. Unternehmen, die mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen aus dem Verkauf von persönlichen Daten erzielen.
Welche Daten sind geschützt?Personenbezogene Daten gem. Artikel 4 der DSGVO sind alle Informationen, die sich auf eine bestimmte (identifizierte) oder bestimmbare (identifizierbare) natürliche Person beziehen.
Eine Person gilt als identifiziert, wenn die Zuordnung von Daten ohne Umweg möglich ist und ein direkter Bezug hergestellt werden kann (z.B. Name, Geburtsdatum, Postadresse, usw.).
Ist dies nicht direkt, jedoch mit Zusatzwissen möglich, handelt es sich um eine identifizierbare Person. Dieses Zusatzwissen müssen Sie nicht zwangsweise selbst besitzen, es kann auch von Drittpersonen kommen.
Der CCPA berücksichtigt nur Daten, die von einem Verbraucher zur Verfügung gestellt wurden (z.B. Name, Geburtsdatum, Alter, etc.), und schliesst persönliche Daten aus, die von Dritten gekauft oder durch Dritte erworben wurden.
Personenbezogene Daten umfassen keine anonymisierten Benutzerinformationen – die oft das Rohmaterial für die Schulung von Modellen der maschinellen KI sind. Eigentumsaufzeichnungen wie z.B. Software zur Gesichtserkennung!
Siehe auch California’s data breach notification law.
Welche Daten sind nicht geschützt?Erforderlichkeit für die Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung (z.B. Abführung von Steuern oder Sozialabgaben). Nur das Recht der EU oder der EU-Mitgliedstaaten ist hier massgeblich.
Nicht geschützt sind Daten von juristischen Personen wie Firmen oder Stiftungen.
“Öffentlich zugängliche” Informationen, die von Bundes-, Landes- oder Kommunalregierungen gesammelt und veröffentlicht werden, sind unter dem CCPA nicht geschützt. Dazu gehören Einträge im Grundbuch, Gerichtsakten, Wählerregistrierungen sowie Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden. Etwa 200 Datenvermittlungsfirmen in den USA, wie BeenVerified, Intelius, SearchPeopleFree und Spokeo, sammeln und verkaufen diese Informationen und tun dies auch weiterhin.
Was sind die Bussen bei Verstössen gegen das Gesetz?Bei Verstössen gegen die DSGVO haben die Aufsichtsbehörden die Kompetenz zum Erlass von Massnahmen und zur Verhängung von Bussen bis zu EUR 20 Mio oder 4% des gesamten weltweiten Jahresumsatzes des zu büssenden Unternehmens (zur Verhängung von Bussen genügt Fahrlässigkeit, Vorsatz ist nicht erforderlich).1. Der Verbraucher kann den Generalstaatsanwalt informieren, der eine Geldbusse von bis zu 7.500 Dollar pro Datensatz verhängen kann. Das Unternehmen kann strafrechtlich belangt werden.
2. Wenn der Generalstaatsanwalt die Strafverfolgung ablehnt, dann können die betroffenen Verbraucher eine Sammelklage gegen das Unternehmen einreichen.
Was ist bei einer Datenschutzverletzung zu tun?Bei Datenschutzverletzung muss die zuständige Datenschutzbehörde innerhalb von 72 Stunden informiert werden. Bei hohem Risiko von Persönlichkeitsverletzungen muss zudem die betroffene Person benachrichtigt werden.Unternehmen sind nicht verpflichtet, Verstösse gemäss AB 375 zu melden, und Verbraucher müssen Beschwerden einreichen, bevor Geldbussen möglich sind.
Eine Organisation, die die DSGVO einhält, muss wahrscheinlich keine weiteren Massnahmen ergreifen, um AB 375 in Bezug auf die Sicherung von Daten einzuhalten.
Rudimentärer Vergleich der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) mit dem California Consumer Privacy Act (CCPA)

Schrems II Handlungsempfehlung: Lösung für Nutzung der US-Dienstleister

Die EuGH-Entscheidung in der Angelegenheit Schrems II verpflichtet die Verantwortlichen zu unmittelbaren Handlungen, um Übermittlungen an Empfänger in den USA (und anderen Drittstaaten) weiterhin rechtmässig durchführen zu können und keinen Sanktionen durch die Aufsichtsbehörden ausgesetzt zu sein.

Der Privacy Shield ist ab sofort ungültig. Doch wenn ich die obige Tabelle genau studiere, tauchen Fragen auf wie beispielsweise:

  • Sollte es nicht ein Unterschied sein, ob mein Datenverarbeiter dies in Kalifornien macht oder Arkansas (eher weniger streng mit Datenschutz) und wenn
  • ich überhaupt nicht überprüfen kann, wo die Daten in der Cloud gespeichert sind (geographisch gesehen)?

Das Schrems II Urteil gegen Facebook hat ein “Wackeln” der EU-Standardvertragsklauseln zu Folge. Denn hierdurch sind in einigen Unternehmen elementare Geschäftsprozesse bedroht.  Nach Massgabe des EuGH-Urteils müssen Verantwortliche nun zusätzliche Schutzmassnahmen vereinbaren bzw. sicherstellen, die eine datenschutzkonforme Verarbeitung z.B. in den USA gewährleisten.

Die baden-württembergische Datenschutzbehörde (Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationssicherheit, LfDI) hat am 24. August 2020 eine Orientierungshilfe zum Entscheid des EuGH vom 16. Juli 2020 zu Schrems II veröffentlicht.

Vorgeschlagen werden vom LfDi allerdings nicht nur Ergänzungen der EU-Standardvertragsklauseln. Der Regulator will die Umsetzung der Schrems II Handlungsempfehlung mit Änderungen der EU-Standardvertragsklauseln sicherstellen. Die Änderungen sind genehmigungspflichtig. Also müsste ein in der D-A-CH Region domiziliertes Unternehmen die Änderungen der für ihn zuständigen Aufsichtsbehörde vorgelegt und von dieser genehmigt werden (auch ein Schweizer Unternehmen wird diese Sachlage abklären müssen, wenn es Daten von EU-domizilierten Kunden in den USA bearbeiten lässt).

Soweit uns bekannt, schlägt der LfDI als erste Behörde Folgendes vor.

Im Zentrum des weiteren Vorgehens des LfDI Baden-Württemberg wird die Frage stehen, ob es neben dem von Ihnen gewählten Dienstleister/Vertragspartner nicht auch zumutbare Alternativangebote ohne Transferproblematik gibt. Wenn Sie uns nicht davon überzeugen können, dass der von Ihnen genutzte Dienstleister/Vertragspartner mit Transferproblematik kurz- und mittelfristig unersetzlich ist durch einen zumutbaren Dienstleister/Vertragspartner ohne Transferproblematik, dann wird der Datentransfer vom LfDI Baden-Württemberg untersagt werden.

Uns ist bewusst, dass mit dem Urteil des EuGH u.U. extreme Belastungen für einzelne Unternehmen einhergehen können. Der LfDI wird sein weiteres Vorgehen am Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ausrichten. Wir werden die Entwicklung weiter beobachten und unsere Positionen dementsprechend laufend überprüfen und fortentwickeln.

2020-08-24 – baden-württembergische Datenschutzbehörde (Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationssicherheit, LfDI). Orientierungshilfe zum Entscheid des EuGH vom 16. Juli 2020 zu Schrems II  (zweitletzte und letzte Seite der pdf Datei)

Aber sind meine Daten in Europa sicher? Achtung: US CLOUD Act

Im Jahr 2013, im Fall Microsoft gegen die Vereinigten Staaten, weigerte sich Microsoft erfolgreich, Daten an das Federal Bureau of Investigations (FBI) weiterzugeben. Das FBI beantragte bei Microsoft in Irland Zugriff auf Daten auf Servern.

Der “Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act” (“CLOUD Act”) erlaubt es im Kern den US-Strafverfolgungsbehörden, von Kommunikationsdienstanbietern, wie etwa Cloud- oder E-Mail-Anbietern, in den USA Daten anzufordern, über die sie Besitz, Verwahrung oder Kontrolle ausüben.

Dies kann auch Daten betreffen, die in der Cloud auf Servern in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und der Schweiz (z.B. Microsoft Schweiz) gehostet werden. Grundsätzlich bedeutet dies, dass auch wenn ich ein Dienstleister in Europa nutze, wenn z.B. der Cloud Service Provider eine USA Firma ist, besteht die Möglichkeit das USA Behörden Zugang bekommen, DSGVO hin oder her.

Schlussfolgerungen – Datenschutzkonformität bei Nutzung der US-Dienstleister?

Was der LfDI vorschlägt ist, dass ich ihn überzeugen muss, welche Anwendung und welchen Anbieter ich in den USA nutzen will. Der von mir in den USA genutzte Dienstleister muss so gut sein, dass es in Europa und insbesondere Deutschland keine zumutbare Alternative gibt.

Viele Firmen müssten also eine Alternative für den jetzigen Newsletter-Provider wie Mailchimp, ActiveCampaign und weitere suchen. Wir haben es versucht und für den Marketingverband einen Service in Deutschland eingerichtet. Doch die so tolle DSGVO-Konformität lies zu wünschen übrig und technische Funktionalität war nicht zufriedenstellend.

Auch andere Angebote hatten bei den Tests keine gut funktionierenden Schnittstellen (API = Aplication Interface Programming) oder auch altmodische Editoren Angebote. Das bedeutete für uns viel mehr Arbeit, Zeitverlust und somit Kosten. All dies ohne dass wir eine wirklich gute DSGVO-Konformität erreichten.

Für den #drkpiBlogTracker Service Newsletter (siehe Einwilligung USA Datenverbarbeitung) sowie unseren Newsletter #drkpi sind wir weiterhin auf Mailchimp (hier der Check/Abo anfordern nutzen wir auch wieder Mailchimp – trotz des EuGH-Urteils.

Noch komplizierter wird es, wenn bei Nutzung eines US-Anbieters mehr als Name, Vorname und Email gespeichert werden. Beispielsweise können dies auch Versicherungsnummern, Gesundheits- oder Zahlungsdaten sein, welche in der Cloud gehostet werden (bei Amazon AWS usw.). Eigentlich müsste ich im Vorfeld die Datenschutzbehörden überzeugen.

Das Resultat ist:

  • Datenschutzbehörden brauchen für die Bearbeitung all dieser Eingaben zur Genehmigung viel Zeit und Nerven und
  • Betrieben gibt das viel Aufwand und sie brauchen Geduld bis alles genehmigt wird. Wenn nicht, geht der Stress erst recht los.

Da kann man nur hoffen, dass die neu aufgenommenen Gespräche nach dem Schrems-II-Urteil zwischen dem U.S. Department of Commerce und die Europäische Kommission bald eine Möglichkeit eines Privacy Shield 2.0 („enhanced EU‑U.S. Privacy Shield“) präsentieren können. Das wäre von Vorteil für Unternehmen und Konsumenten (siehe Pressemitteilung).

Wenn Sie sich bei Ihrer digitalen Kommunikation an die EU-DSGVO halten, sind Sie schon einmal innerhalb von Europa sicher. Hier loht es sich in eine stabile Basis zum Datenschutz zu investieren, Personal zu schulen, richtig zu dokumentieren. Sonst kann es sehr teuer werden. Möchten Sie wissen, wo Sie stehen? Nutzen Sie unseren AuditLight Check (zum Herunterladen als PDF).

Setzen Sie die EU-Standardvertragsklauseln als Lösung bei Nutzung US-Dienstleister ein?

Was ist Ihre Meinung?

Convincing your boss that blogging or posting on LinkedIn or Instagram makes sense for the bottom line requires statistics.

We have 28 important facts about corporate blogging to share with you. These show why and how your content marketing efforts help your company.

This is part of a series of posts that deal with rankings and statistics. You also find facts that we gathered with our own drkpi® BlogTracker.

What triggered my writing of this blog entry were two great posts:

Then I found a comment left by Heidi Cohen on the second article that intrigued me further:

The results underscore that blogging remains a key element of a balanced marketing strategy.
Why?
Because done well a blog supports your business with quality thought leadership, search optimization, influencer support, and social media talking points. At the same time, you create content that builds long term business value in terms of an email list and owned media.

comment by Heidi Cohen

So, we went ahead and curated, vetted, and categorised a list of up-to-date facts, numbers and statistics below. Filtering the facts from amidst the noise of opinions is not easy. It is critical to get realiable AND valid data. Only then are we able to trust the empirical findings and can, therefore, make the the right decisions.

Click the links in the box below to jump to a category, or keep reading for our top blogging statistics.

Numbers that make the world go round

We should also look at some population statistics – also known as demographics. Why? Because the size of the market occupied by seniors is starting to grow, and we cannot ignore how they consume knowledge and news. Assuming, of course, that we want to reach them as well as Millennials.

  1. In the US, the 65-and-older population grew by over a third (34.2% or 13,787,044) during the past decade, and by 3.2% (1,688,924) from 2018 to 2019 (US Census Table: seniors make up 17% of the US population).
  2. In Germany, the number of people 65 and up has increased from 12 million in 1991 to 17.9 million in 2018 (German Bureau of Statistics: seniors’ share of the population increased from 15% in 1991 to 22.9% in 2018).

The bottom line is that in many countries – mostly OECD Member States – seniors’ share of the population is increasing. Something marketers should not forget.

Top blogging statistics

Here are the most interesting blogging stats we think you should know more about:

  1. Fortune 500 companies had a public-facing corporate blog in the following numbers (Center for Marketing Research – Umass Dartmouth):
    – 2016: 36%,
    – 2017: 42%,
    – 2018: 53%, and
    – 2019: 54%.
  2. Inc. 500 (the 500 fastest-growing private companies in the US based on the percentage of revenue growth rate) had public facing blogs as follows (Center for Marketing Research – Umass Dartmouth):
    – 2015: 37%,
    – 2016: 42%,
    – 2017: 55%,
    – 2018: 50%, and
    – 2019: 51%.

The bottom line is that a growing number of successful firms of all sizes are using corporate blogs to reach out to their target audiences.

Blogging statistics ROI: Why marketers care
Blogging statistics ROI (return on investment): Why marketers care

Search engine ranking statistics

These stats about Google’s rankings might surprise you.

  1. The average Google first page result contains 1,447 words, and an entry that covers a topic in-depth will significantly outperform content that does not (Backlinko).
  2. The 300-word post is out: the average word count of content that ranks at the top of Google’s search engine results is about 1,692 in the B2C (business-to-consumer) domain (SearchMetrics).
  3. 90.63% of pages get no organic search traffic from Google (Ahrefs), so getting backlinks by, for example, commenting on other relevant blogs is a must.
  4. Only 5.7% of pages will rank in the top 10 search results within a year of publication (Ahrefs), making posting regularly critical.

Backlink statistics

Google says that backlinks are one of their top 3 ranking factors.

  1. 66.31% of pages do not have a single backlink, while 26.29% have links from three websites or less (Ahrens).
  2. 80.1% of corporate blog posts have just one backlink (drkpi® BlogTracker).
  3. Longer articles are more trusted by readers, and they’re more inclined to link to longer content which indirectly provides an inbound link. That again helps improve one’s ranking in organic search results (Backlinko).

The bottom line is that backlinks matter and longer blog entries do not hurt your placement in organic search results.

drkpi® Blogging Statistics - Useful Metrics in a Simple Package.
drkpi® BlogTracker – Useful Metrics in a Simple Package.

Writing Statistics

Much has been written about the ideal length for blog posts. Here are some numbers that will surely be of interest:

  1. The average Google first-page entry (depending on who collected the data) contains 1,447 words (Backlinko) or 1,140-1285 words (SearchMetrics).
  2. A study of 1,000 bloggers shows that the average blog post is now 1,236 words… 56% longer than in 2014 (Orbit Media).
  3. 29% of posts on corporate blogs are over 1,150 words (drkpi® BlogTracker).
  4. These days, the average blog post takes 3 hours and 57 minutes to write… up 65% from 2014. Although some would suggest that if you add depth and check, for instance, where the numbers for this blog entry came from, 4 hours will not suffice!
  5. In 2020, the average sentence length is 21 words… and dropping (drkpi® BlogTracker).

The bottom line is that the time required to put together a decent blog post (depending on the type of blog) seems to have gone up over the years. Is 4 hours enough to get a blog entry like this one in front of you? You be the judge.

Dialogue and Engagement statistics

  1. The following percentages of Fortune 500 blogs allowed comments by readers (Center for Marketing Research – Umass Dartmouth):
    – 2015: 73%,
    – 2016: 61%,
    – 2017: 51%,
    – 2018: 40%, and
    – 2019: 18%.
  2. The average number of reader comments of 20 words or more per blog entry has dropped in the corporate blogosphere (drkpi® BlogTracker):
    – 2019: 0.8, and
    – 2020: 0.76.

The bottom line is that allowing comments is time consuming and some firms have simply dropped the ball on this one, switching from having a dialogue and returning to broadcasting.

Blogging statistics – what the budget committee cares about

How much do Blogging professionals charge for their services? Are you charging higher or lower than the average? Let’s look at a few numbers:

  1. Most monthly retainers for content-creation range in the neighbourhood of EUR 600 to 1500 (drkpi®).
  2. The most popular hourly pricing tier is EUR 70 to 125 (drkpi®).
  3. Single blog entry projects are generally priced in the range of EUR 600 to EUR 800 (drkpi®).
  4. About 60% of blogs use the WordPress Content Management System (W3Techs).
    Well-known brands with a successful WordPress blog include Facebook Newsroom, the engineering firm ABB, Sweden (yes, the country), Mercedes-Benz, and Daimler.
    Others have shuttered their blogs because they discovered that it takes time, effort, and a budget to ensure a dialogue while refraining from just broadcasting (see Swiss).
    Check out some surprising WordPress Statistics from Who is Hosting This – Brenda Barron.
  5. 47% of B2B (business-to-business) buyers read 3-5 blog posts or content pieces prior to speaking with a salesperson (DemandGenReport).

The bottom line is that some companies use Typo3 Software and call it a Blog without empowering users to leave a comment, such as Xing. That seems like a fallback to the 1980s, when a few were broadcasting to many listening. Today people want to engage and have their say. Companies and individuals increasingly publish their content, but getting a few to read / listen is also an increasing challenge.

Sales data – what makes the cash register ring

  1. 56% of marketers think that websites are the best performing channel in digital marketing.
    37% cited raising brand awareness as the top goal of digital marketing, followed by lead generation, which was mentioned by 26% of respondents (Altimeter).
  2. On average, companies with blogs produce 67% more leads per month than those without (DemandMetric).

The bottom line is that what we believe is best is not always so. Plus, how you define a lead and how this is counted can be questioned.

Ältere Leute machen ein Selfie
Older folks taking a selfie and enjoying each other’s company over a great meal.

Final thoughts about blogging statistics

Data accuracy is one of the most important factors ensuring the success of a multi-channel campaign. There are plenty of other interesting KPIs (key performance indicators) floating around on the web that people tout as great. But sometimes even when a company’s core business is data analytics or web statistics, for instance, the content creators come with a Fine Arts background. I guess you must have acquired plenty of statistics know-how on the way… because sometimes I’m not sure I can trust your blog entries about metrics or statistics.

One thing you have to do, regardless of your statistics skills, is dig down and learn more about the method the people use to get the numbers they report. Which is why we tried to select sources that explain how they obtained the data they are providing. Reliability and validity are critical in order to trust the data and make a decision based on those numbers.

We hope this entry about blogging statistics is helpful to you. Do you have any statistics that you came across that we missed? We are also curious to hear what statistics you use to show your blog’s ROI – please share in a comment below, and don’t forget the link!

By the way, check out how many html pages or pdf files your website has, according to Google’s indexing: SITE:DRKPI.COM/ -HTML