Zusammenfassung: Die Angst um den Coronavirus, auch Covid-19 (mehr Infos) genannt geht um. Bei einigen Leuten ist die Angst zur Panik angewachsen, die niemandem hilft. In solchen Situationen ist rationales Denken gefragt: Man sollte sich mit den Fakten beschäftigen, die wir hier publizieren wollen.

Gestern waren wir auf einer Grossbaustelle eines unserer Kunden, für den wir mit Jugendlichen in Ausbildung (Lehrlinge/Azubis) mehrere Videos drehten. Auf der Heimfahrt haben wir uns überlegt, ob wir in der kommenden Woche die Videos noch hätten aufnehmen können. Vermutlich nicht.

Von vielen Betrieben wird Home Office empfohlen. Auf dem Bau ist das natürlich nicht möglich.

Hier ein paar Webseiten mit Fakten und Metrics, die helfen:

Realitätscheck

Die Szenarien zum Coronavirus erschrecken uns berechtigterweise. Statistisch gesehen sind die Todesfälle durch den Coronavirus im Vergleich gering, zu jenen durch die weltweite Luftverschmutzung. Für Angehörige und Betroffene sind sie selbstverständlich tragisch. Todesfälle durch Umwelteinflüsse werden ignoriert. Die Umwelteinflüsse führen nicht unmittelbar zum Tod wie der Covid-19.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten jährlich 13 Millionen Todesfälle verhindert werden, wenn unsere Umwelt sauberer wäre. Die WHO schätzt, dass rund 7 Millionen Menschen jährlich an den Folgen der Luftverschmutzung sterben.

Zum Vergleich:

  • bis zum 13. März gab es ca. 130’000 Covid-19 Erkrankungen weltweit
  • 5’000 der erkrankten Menschen sind gestorben
  • 4 Prozent der Erkrankten sterben. Diese Menschen gehörten der Coronavirus-Risikogruppe an

Laut dem CH BAG gehören folgende Personen zur Risikogruppe:

  • Personen ab 65 Jahren
  • Personen mit Vorerkrankungen
    • Bluthochdruck
    • chronische Atemwegserkrankungen
    • Diabetes
    • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Krebs
Girlfriend taking a selfie. Coronavirus - soziale Nähe vermeiden.
Girls taking a selfie. Coronavirus – soziale Nähe vermeiden.

Was bedeutet die Coronavirus Pandemie für Meetings und Vereinsversammlungen?

Dazu gibt es keine einfache Antwort. Europa kann aber von den Italienern lernen: Rom zögerte lange, bis es drastische Massnahmen ergriff. Die Androhung der Sperrung von Regionen hat dazu geführt, dass viele mit dem SARS-CoV-2 oder Covid-19 Virus infizierte Menschen diese Region kurz vorher verlassen haben. Dies hat zur schnelleren Verbreitung vom Coronavirus geführt.

Den Gruss mit Händedruck, Umarmung und Wangenkuss mit pantomimischen Gesten zu ersetzen, hat hingegen gut geklappt. Sicherlich, in grossen Räumen kann der 1 m Abstand zwischen den Teilnehmern an einer Sitzung eingehalten werden. Aus diesem Grunde hat z.B. der Gemeinderat der Stadt Zürich und der Kantonsrat seine Sitzungen nach Zürich-Oerlikon verlegt. Mit dieser Massnahme hofft man, den 1 m Abstand zwischen den Parlamentariern während der Sitzungen sicherstellen zu können.

In der Schweiz sind wohl bald Sitzungen mit mehr als 300 Leuten nicht mehr erlaubt. Einige Betriebe wie die Credit Suisse haben schon seit Anfang März alle Veranstaltungen abgesagt.

Heute sind in Restaurants 50 Leute inklusive Angestellte erlaubt. Ob mit dieser Vorschrift das Risiko minimiert wird, ist fraglich.

Aktionärsversammlungen können z.B. in der Schweiz noch nicht virtuell abgehalten werden. Dies wird erst mit dem neuen Aktionärsrecht möglich. Auch bei Vereinen muss eine Mitgliederversammlung noch vor Ort abgehalten werden, um das Quorum zu erreichen. Versammlungen über das Internet sind nur dann möglich, wenn die Statuten vom Club oder Verein dies explizit erlauben.

Was denken Sie? Wird Ihre nächste Vereinsveranstaltung oder Sitzung im Betrieb abgesagt?

Ebenfalls interessant: Modellierung der Covid-19 Pandemie – Fakten, Zahlen, Prognosen

PS: Pressesprecher Fabio Weingarten, President Jair Bolsonaro’s Pressechef traf USA Präsident Donald Trump am 6. März 2020 in Florida mit Vizepräsident Mike Pence. Seit dieser Woche ist Fabio Weingarten ebenfalls in Quarantäne/Isolation, da bei ihm der Coronavirus festgestellt wurde. Ob er dabei Präsident Trump angesteckt hat, ist noch unklar.

PPS: In Österreich sind die Schulen geschlossen, in Frankreich und der Schweiz bleiben alle Schulen vom Kindergarten bis zur Universität ab 16. März geschlossen.

3 Kommentare
  1. Urs E. Gattiker
    Urs E. Gattiker sagte:

    Die US Food and Drug Administration hat einem neuen Coronavirus-Test von Roche eine „Notfallzulassung“ erteilt.
    Er wird die Fähigkeit, Patienten zu testen, um das Zehnfache beschleunigen, der Test läuft auf den cobas 6800/8800 Systemen der Roche Holding AG.
    Das System ist in der Lage, 4.128 Patienten pro Tag zu testen. Das Gerät ist auch in Europa und in Ländern, die die CE-Kennzeichnung für Medizinprodukte akzeptieren, erhältlich.
    Heute hat Roche 400.000 Tests in die USA geliefert.

    • Urs E. Gattiker
      Urs E. Gattiker sagte:

      Danke Andrea

      Wirklich interessant z.B.:
      „In the week of February 29 – March 6, the mobility between provinces decreased further, especially in the provinces of Lombardy and Emilia Romagna, with reductions up to 30% in Lodi, Cremona, Parma, Piacenza, and Bologna.“

      Interessant.
      Danke
      Urs

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